#Wirbleibenzuhause

#Wirbleibenzuhause

Das ist eine der Sachen, die man zur Zeit häufig hört. Von den Eltern, den Lehrerinnen und den Politikerinnen. „Social distancing“ ist die Methode, auf die zur Bekämpfung des CoronaVirus gerade am meisten gesetzt wird. Man soll soziale Kontakte meiden, um sich und andere nicht zu infizieren. Diese Maßnahme dient vor allem dem Schutz von alten und kranken Menschen, den sogenannten Risikopatient*innen, für die das Virus sehr gefährlich werden kann. Junge, gesunde Menschen sind weniger gefährdet, und trotzdem müssen gerade sie daheim bleiben, um ihre Mitmenschen nicht in Gefahr zu bringen.

Das kommt einem im ersten Moment vielleicht etwas befremdlich vor, ist aber dringend notwendig, damit es allen gut geht. Am Anfang war es noch komisch, dass man anderen nicht mehr die Hand geben soll, aber daran hat man sich inzwischen längst gewöhnt. Doch je länger man von Freundinnen getrennt ist, desto schlechter. Vor allem für Menschen, die sowieso alleine sind, weil sie keine Familie haben oder weit weg von dieser wohnen. Aber auch für Erwachsene und Kinder, die nicht gerne zuhause sind oder psychische Probleme haben, ist diese Situation sehr schwer. Auch weil sehr unklar ist, wann man wieder raus darf. Deswegen ist es umso wichtiger, nicht soziale, sondern physische Distanz zu wahren, das heißt, trotzdem Kontakt zu Familie und Freundinnen zu haben, auch, wenn man sie nicht sehen darf. Man kann Briefe schreiben und anrufen, gerade bei Menschen, die man nicht so oft sieht oder von denen man weiß, dass sie alleine sind.

Und trotzdem ist diese Situation auch eine Chance, sich ein bisschen Zeit für sich selbst zu nehmen und nicht ständig zu gucken, was die Freund*innen machen und auf Social Media zu sein. Man kann Dinge tun , die man schon immer mal machen wollte, aber für die man keine Zeit hatte. Lesen, ein bisschen malen oder auch einfach mal gar nichts. Diese Freizeit vom Alltag ist dann doch nochmal anders als Ferien, weil keiner arbeitet und man nichts verpasst. Und trotzdem sollte man sich nicht verrückt machen und das Gefühl haben etwas tun zu müssen. Denn auch das kann zu psychischer Belastung führen. Man darf sich auch einfach entspannen und die Zeit für in der man keinen physischen Kontakt hat für sich nutzen, denn niemand ist dazu verpflichtet sozial anwesend zu sein. Grade jetzt ist sogar die Chance für Leute, denen soziale Begegnungen manchmal zu viel werden sich ein bisschen zurückzuziehen. Deswegen denke ich, dass man trotz aller Sorgen diese Auszeit genießen sollte und man sich vielleicht auch mal kurz eine Pause von anderen Menschen und Social Media gönnen darf, aber eben nicht muss.

-Anna- Vorstand / Jufra

KJP

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